MEDICA 2006 – Resümee veralteter Geschäftspolitik – Verlierer bleibt der Kunde
Die gleichen Gesichter auf fast den gleichen Ständen mit den gleichen Ansichten und veralteten Geschäftspraktiken. So stellte sich auch dieses Jahr die Medica 2006 dar.

Ehrlich gesagt „würden wir nicht die MEDICA-Karten geschenkt bekommen“ und würden wir uns nicht mit der immer währenden Hoffnung nach Neuigkeiten oder sinnvollen Veränderungen auf dies Messe begeben. Wären wir doch lieber zuhause geblieben!

So wie DocExpert die gerne hinter verhohlener Hand nur wegen des fehlenden Engagement auf der Medica 2006 als weiterer Verlust wie Adamed gehandelt werden. Doch wer die offizielle Wahrheit wissen will, sollte fairerweise einfach mal deren Presseabteilung kontaktieren.

Wir erlebten wie jedes Jahr, Eigenbeweihräucherungen von Unternehmen, die sogar unverhohlen auf ihrer Webseite mit 12 Monate alten Statistik hinwiesen, deren Erfolg aber mit dem Umstieg auf Windows arg bröckelt. Die heute mit nicht mehr relevanten Erfolgen als Nummer 1 werben. Oder eigendlich selbstverständliche Produkteigenschaften wie eine zentrale und personenbezogene Benutzerverwaltung inklusive der Vergabe von Rechten für den Zugriff auf medizinische Daten.

Die unserer Meinung aber statt vor Kollegen und Mitarbeiterinnen vor Datenmissbrauch oder Dateneinsicht intern von Technikern, Springerpersonal und extern vor Zugriffen über die Schnittstellen wirklich notwendig und sinnvoll gewesen wäre.

Siehe da, es wird sogar über ein Patiententerminal berichtet, das wir schon Anfang 2003 mit der Bezeichnung „PIT“ Patienten-Informations-Terminal als nützliche Zusatzlösung empfohlen haben. Das da aber nur Patienten, die bereits im System erfasst sind, auf einfache Weise eigenständig Vorgänge im Bereich des Anmeldeprozederes vornehmen können ist nur die halbe Lösung. Ob die reinrechtliche Situation der direkten Zugriffsmöglichkeit, des Patienten überhaupt tragbar ist, werden wir sehen.

Das die damals von uns vorgeschlagene nicht direkt vernetzte – Lösung genauso effektiv sein wird wie die geplante Datenbankdirektanbindung werden wir beobachten und sofort bei Markteintritt auf ihre Sicherheit testen.

Doch was wir am meisten vermisst haben, ist das Umdenken der Praxissoftwarehersteller und deren Vorortdienstleister. So wird immer noch eine schon lange nicht mehr so zu bezeichnende Individualsoftware, zu überhöhten Preisen verkauft und zusätzlich Softwarepflege, Installationskosten und die notwendigen Einrichtungskosten verlangt.

Das, obwohl nur noch die notwendigen Einrichtungskosten, entsprechend einem Praxismanagement, wirklich individual sind, merkt da wohl keiner. Das aber genau an den notwendigen individuellen Einrichtungskosten, ob im Angebot der Vorortdienstleister gespart oder diese sogar ganz verschwiegen werden zeigt: „das die veraltete Geschäftspolitik der Praxissoftwarehersteller und deren Vorortdienstleister ihre trägen teueren Runden über den Köpfen und in den Geldbörsen der Ärzte weiter zieht“.

Obwohl doch fast jeder heute schon weiß, dass es gerade bei den Top 10 der meist installierten Praxissoftware kaum noch einen Unterschied erst recht keinen wirklich Nützlichen gibt.

Fazit
Das heute aber kaum eine Praxis entsprechend ihrem Praxismanagement eingerichtet wird, erst recht in der Vergangenheit, „wenn nur gegen eine Menge Bares“, eingerichtet wurde. Hat zur Folge, das zu viele Ärzte und ihr Personal heute trotz teuerer Software, Softwarepflege und anderen Kosten auf ein Erleichtertes arbeiten und so auf eine wirklich gute und ökonomische Praxisführung verzichten müssen. Das wiederum zu Arbeits- und Patientenzeit, Leistungs- und Einnahmeverlusten führt.

Das dadurch nicht nur der Arzt dessen Personal sondern auch die Patienten und unsere Beitragszahler um Geld, Zeit und notwendiger Leistung geprellt werden, sollte den Praxissoftwareherstellern endlich klar werden. Denn auch hier ist fachliche Verantwortung und deren Beachtung, gegenüber dem Arzt und seinen Patienten dringend von Nöten.

Daher ein Tipp für die Praxissoftwarehäuser von uns! Statt 30 – 60% Gewinn an die Vorortservicehändler zugeben würde eine Durchreichung an den Kunden mehr bringen. Da für den Kunden weit aus mehr notwendige vernünftige Schulungen, Installation und individuelle Einrichtungen bezahlbar wären. Die Vorortdienstleister könnten so ihre verlorenen Einnahmen durch gute Leistung hereinholen.
Noch dringender wird das, wenn sie den erschütternden Bericht „Gefährliche Hardwareangebote“ lesen. Dieser zeigt ihnen, welch gefährliche Hardware-Chaosangebote sie, ihre Praxis ihr Personal und sogar ihre Patienten gefährden. Die leider immer noch Tag für Tag von sogenannten Profiunternehmen angeboten werden.


Machen sie sich nicht weiterhin bewusst strafbar <

Nehmen und geben >

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