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Hallo Mitglieder – WICHTIGE INFORMATION Es gab Zeiten die wir mit geduldigem Warten, Informieren und Ermahnen verbracht haben. Nun aber ist die Zeit zum Handeln gekommen. Denn trotz jahrelanger Tätigkeit für den Datenschutz in Arztpraxen hat sich an der allgemein oberflächlich eher schon als verantwortungslos zu bezeichnenden Einstellung vieler Kollegen nichts geändert. Obwohl nichts auch nicht stimmt! Denn die Schreckensmeldungen häufen sich bei uns in den letzten Monaten wie nie zuvor. Ich möchte hier nur ein paar Beispiele von Menschen aus NRW aufführen die sich bei uns gemeldet haben.
Zwei Fälle mal im Umfang aufgeführt: Familienvater 42 Jahre mit 3 Kindern hat den Arbeitsplatz verloren da die Pfändungsbesuche des Gerichtsvollziehers dem Chef übel aufgestoßen sind. Er hat heute ca. 62400,- € Schulden bei einem Krankenhaus, Rettungsdienst und Rechtsanwalt für eine dringend notwendige Gallen-OP. Denn seine damalige Privatversicherung hat aus Gründen einer vorsetzlich nicht gemeldeten Vorerkrankung an der Galle nicht gezahlt und ihn fristlos gekündigt. Das obwohl ihn sein behandelnder Arzt und dessen Vertreter vorher nur auf Magenbeschwerden und Magensäureüberschuss behandelt haben. Was seine Frau und die gemachten Untersuchungen sowie Medikamentierung beweisen. Leider hat der Kollege oder seine Vertretung wohl irgendwann die Möglichkeit eines Gallenproblems (nicht als Verdacht auf sondern nur als Erinnerung) schriftlich in seiner digitalen Patientekartei aufgenommen.
Der Arzt der diese Familie schon Jahrzehnte bestens betreute beteuert felsenfest das er diese Informationen auf gar keinen Fall an die Krankenkasse oder sonstige Dritte weitergegeben habe! Die Recherche ergab das der Arzt bei einem Softwarewechsel seine Patientendaten bei eine Einmannfirma konvertieren ließ, dessen Frau und Bruder für verschiedene Versicherungen als Schadensaufklärer tätig sind. Die geschädigten sind Arzt und Patient ohne jegliche Chance das rechtlich nutzen zu können!
Alleinerziehende Mutter 34 Jahre mit einem Kind wurde ein notwendiger Überbrückungskredit und die Arbeitsstelle bei einer Bank in NRW gekündigt! Neben dem Verlust der Arbeitsstelle, der Wohnung, dem notwendigen Umzug zur Mutter hat sie nun 18448,- € Schulden die sich aus Kreditsumme, Wandlung von Kredit zu Dispo mit entsprechenden Zinsen, Umzugskosten, Rechtsanwalts, Vollstreckungs-, Mahn- und offenen Warenkosten zusammensetzt. Ausserdem wird sie wohl nie wieder eine Anstellung in einer Bank oder bei einem Geldinstitut bekommen! Diese Frau hat 2 Wochen vor der Kreditaufnahme zur Wohnungsrenovierung (Küche und Kinderzimmer) bei ihrer Bank bei der sie beschäftigt war von ihrem behandelnden Arzt erfahren das ihr Sohn wohl eine Blutkrebserkankung (Plasmozytom) habe. Wie sich bei weiteren Untersuchung heraustellte war nicht nur ihr Sohn sondern auch die Mutter daran erkrankt und würde in kurzer Zeit nicht nur Arbeits- sonder Erwerbsunfähig werden. Aus mehreren dringenden gesundheitlichen Gründen wurde sie Krank geschrieben. Fünf Wochen nach der Diagnose und weiteren Untersuchungen ging sie u Ihrem Arbeitgeber um ihn darüber zu informieren. Doch sie durfte laut ihr an der Eingangstür überreichtem Hausverbot die Bank nicht mehr betreten. Sie und ihr Kredit waren fristlos gekündigt da der Arbeitgeber von der Erkrankung und den möglichen Folgen schon informiert war. Der Grund war hinterlistige Krediterschleichung von Mitarbeitern!
Hier haben alle beteiligten Ärzte und sogar das Labor schriftlich versichert keinerlei Informationen an den Arbeitgeber weitergegeben zu haben. Von einem ehemaligen Kollegen erfuhr die Frau 2 Monate später das zwei Mitarbeiter (einer für die Bank wohl öfter tätige Detektei) 3 Wochen nach ihrer ersten Krankmeldung bei Ihrem Arzt zur Behandlung waren.
Auch der Arzt geht heute davon aus das die zwei Besuche bei ihm nur zum Spionieren genutzt wurden. Da nicht mal eine Diagnose noch eine Behandlung von dem Besucherpaar erstellt werden konnte oder von ihnen genutzt wurde. Rückrufe waren nicht möglich da die Telefonnummern nicht stimmte. Auch wütende Anrufe des Kollegen bei der Detektei wurden dadurch abgewimmelt das sie sich wohl für einen anderen Kollegen entschieden hätten. Auch hier sind Arzt und Patientin schwer geschädigt worden.
Das sind nur 2 von über 130 Fällen aus NRW Die an uns herangetragen wurden. In 94% der Fälle waren Patienten direkt existenziell betroffen. Doch auch Kollegen kamen nicht nur mit immateriellen Schäden davon da 6% der Fälle Kollegen direkt finanziell oder vollkommen ruiniert haben oder Erpressungen ermöglichten.
Fazit Angesichts der ängstlichen Verschwiegenheit der gesamten Lobby können wir wohl von mehr als dem zehnfachen an realen Fällen ausgehen. Das wir nun handeln müssen sollte jedem klar sein denn die Onlineabrechnung, Fernwartung, Heimanbindung und die kommende eGK bergen noch grössere Gefahren für uns alle. Darum starten wir schon diesem Monat das schon lange angekündigte Projekt: Sichere Arztpraxen. Das Ärzte die ihre Praxis- und ihre Patientendaten schützen auf einer Internetseite empfehlen. Ärzten sowie Patienten die bestehenden Gefahren erklären und eine Checkliste an die Hand geben welche Gefährdungen man wie erkennen kann. Weiterhin wird es für unsere Mitgliedspraxen einen Aufkleber und eine Patientenbroschüre zum auslegen geben! Weitere Anregungen sind erwünscht und erhofft. Aussender: © FuSION e.V. gem.
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