So sichern sie ihre USB-Schnittstelle ohne fremde

Windows-Trick: USB-Sticks nur lesbar
Windows XP bietet keine ausgefallenen Security-Features für USB-Ports an. Mit dem Service-Pack 2 können Administratoren jedoch den Lesezugriff von USB-Sticks erlauben. So lassen sich keine Daten auf den Stick kopieren und der Datenklau wird verhindert.

Um dies umzusetzen,
muss in der Registry der Schlüssel: HKLM\System\CurrentControlSet\Control\StorageDevicePoliciesangelegt werden.
In diesem Ast können Sie dann per Kontextmenü den DWORD-Wert WriteProtect anlegen. Setzen Sie ihn auf den Wert 1 und starten Sie neu.

Software-USB-Wächter: Zugriffskontrolle über Windows
Mit Zusatz-Software wie USB-Port-Administration von WDW Consulting lernt Windows gezielt Regeln für den USB-Zugriff. Der Admin bestimmt, wie welcher Nutzer auf USB-Geräte zugreifen darf. USB-Geräte werden gemäß ihrer Funktionalität in Klassen eingeteilt und im Test ohne Ausnahme angezeigt. Mäuse und Tastaturen befinden sich in Klasse 3, Speichermedien in Klasse 8, Drucker in Klasse 7.

Über Drag and Drop werden die Benutzer oder Benutzergruppen zu dem entsprechenden Gerät (USB-Stick) hinzugefügt. Jeder autorisierte Nutzer kann dann ohne Einschränkungen einen Stick benutzen. Bei allen anderen Usern passiert beim Einstecken eines USB-Sticks in den PC nichts. Die Einzellizenz kostet 15 Euro.

Hintergrund-Wächter: Drivelock für große Praxen
Ein sehr umfangreiches Tool ist Drivelock von Centertools. Das Programm arbeitet versteckt im Hintergrund und wird erst aktiv, wenn ein USB-Stick oder MP3-Player an den Rechner gestöpselt wird. Wie ein Spamfilter arbeitet es mit Black- und White-Lists, also mit explizit verbotenen und erlaubten USB-Geräten. So kann beispielsweise die Digitalkamera weiterhin an dem Rechner angeschlossen werde, der USB-Speicherstick am selben Port ist dagegen nutzlos. Eine Reporting-Funktion dokumentiert genau, welcher Nutzer wann worauf zugreift.

Drivelock ist in erster Linie für Firmen und Großpraxen mit mehr als 25 PC-Arbeitsplätzen gedacht. Die Mindestbestellmenge an Lizenzen beträgt 25, eine Lizenz kostet 25 Euro.

Nicht nur USB ist betroffen: Firewire, PCMCIA und Cardreader
Was für den USB-Port gilt, trifft auch auf die anderen Schnittstellen im Rechner wie Firewire, Parallel-Port oder Bluetooth zu. Über jede I/O-Schnittstelle, über die Daten gesendet und empfangen werden, kann theoretisch unerlaubt zugegriffen werden. Auch für diese Schnittstellen hat Windows keine Security-Tools an Bord; die Software-Industrie hat aber Tools parat, die eine Rechte- und Zugriffskontrolle erlauben.

So kann das bereits oben genannte Programm USB-Port-Administration die Nutzung von Firewire- und PCMCIA-Geräten sowie DVD- und CD-Rom-Laufwerken steuern.

Windows Vista schützt USB-Ports
Microsoft legt mit Windows Vista bei den Security-Funktionen nach. Über Gruppenrichtlinien lassen sich gezielt USB-Geräte für den Zugriff sperren und erlauben. Stecken Sie das Gerät an und wählen Sie es im Gerätemanager aus. Über das Kontextmenü und Eigenschaften können Sie bei Details die Hardware-ID auswählen. Kopieren Sie die erste Zeile in eine Textdatei und speichern Sie sie ab - die ID ist später nötig. Klicken Sie das Gerät im Gerätemanager mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Deinstallieren.



Öffnen Sie über den Windows-Button mit mmc gpedit.msc den Gruppenrichtlinien-Editor. Unter Computer-Konfiguration wählen Sie Administrative Templates/System und dann Device Installation. Wählen Sie Prevent installation of devices not described by other policy und setzen Sie ihn über das Kontextmenü auf Enabled. Das Gleiche machen Sie mit dem Eintrag Allow administrators to override device installation policy. Schließen Sie den Editor, starten Sie eine Kommandozeile und tippen Sie den Befehl gpupdate /force ein.

Im letzten Schritt wählen Sie die Richtlinie Allow installation of devices that match any of these device IDs aus und setzen sie auf Enabled. In die Liste kopieren Sie dann die Hardware-ID des zu erlaubenden USB-Sticks.

Falls sie noch andere Laufwerke sichern wollen oder fragen zur Praxissicherheit und Stabilisierung sowie Ausfallverhütung haben möchten melden sie sich einfach bei uns.

Unser Team hilft ihnen immer weiter ohne das ihre Geldbörse gleich an Schwindsucht leidet!


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